01.03.2015 von ADFC Schleswig-Holstein

Sicher auf dem Rad durch den Winter

Tipps zur Fahrradpflege im Winter

Auf "Glühweintour" (Foto: fs)

Schnee, Eis und Streusalz können Fahrrädern im Winter ordentlich zusetzen. Das ist nicht nur lästig, sondern kann auch die Sicherheit beeinträchtigen. Damit trotz widriger Bedingungen alles funktioniert, folgen hier einige Tipps zur Fahrradpflege im Winter. Dabei gibt es drei „Problemzonen“: die Beleuchtung, die Bremsen und die Kette.

Laut StVO soll die Beleuchtung ja auch im Sommer funktionieren, doch spätestens im Herbst ist es Zeit, die Lichtanlage einmal gründlich zu kontrollieren. Oft empfiehlt es sich, auch tagsüber mit eingeschaltetem Licht zu fahren z. B. bei Nebel oder Schneefall, um von anderen Verkehrsteilnehmern besser gesehen zu werden. Dabei ist darauf zu achten, dass der eigene Scheinwerfer den Gegenverkehr nicht blendet.

Vermehrt sind „blendende“ Radler unterwegs, eine Erscheinung, die es zu Zeiten des Seitenläuferdynamos nicht gegeben hat. Vor jeder Fahrt sollte geprüft werden, ob Scheinwerfer und Rücklicht funktionieren. Wenn die Be- leuchtung nicht funktioniert und die Ursache nicht auf Anhieb zu finden ist, kann ersatzweise Batteriebeleuchtung genutzt werden, die seit 2013 zulässig ist. Sonst gehört das Rad in die Werkstatt.

Reflektoren sollten gelegentlich gereinigt werden, damit sie in der Dunkelheit auch tatsächlich sichtbar sind. Auch eine Warnweste sollte im kleinen Gepäck mitgeführt werden, sie hilft ergänzend zur eigenen Beleuchtung bei schlechten Sichtverhältnissen, besser gesehen zu werden. Schneematsch und Nässe befördern im Winterhalbjahr viel Schmutz auf die Felgen, Bremsbeläge verschleißen dadurch schneller.

Deshalb ist eine Sichtkontrolle vor jeder Fahrt zu empfehlen, ob die Bremsklötze noch dick genug sind. Auch muss kurz geprüft werden, ob die Bremse problemlos funktio- niert. Besonders wenn Fahrräder über Nacht im Freien stehen, kann Feuchtigkeit in den Außen- hüllen gefrieren und die Bremse blockieren.

Bewegliche Teile leiden oft besonders unter der Einwirkung von Streusalz. Ganz besondere Aufmerksamkeit verlangt die Kette. Trockene Kälte macht einer Fahrradkette nichts aus, ist aber der Winter nass oder schneereich, kann die Kette schnell rosten. Die unmittelbare Folge ist dann, dass die Kettenglieder gegeneinander schwerer beweglich werden. Wenn außerdem auch noch knarzende Geräusche zu hören sind, ist es höchste Zeit zur Kettenpflege.

Da hilft es, nach der Fahrt mit einem Lappen die Feuchtigkeit abzuwischen und mit Kettenöl nachzuschmieren. Von außen sollte die Kette eher trocken und blank sein, ist sie stark verschmutzt, lässt sie sich mit einem öl- und rostlösenden Spray behandeln. Nach zehn Kilometern Fahrt sollte man dann den gelösten Schmutz mit einem saugfähigen Lappen abreiben und anschließend Kettenöl auftragen.

Dieses darf weder zu flüssig, noch zu zäh sein. Nach weiteren zehn bis zwanzig Kilometern Fahrt wischt man das überschüssige Öl und den herausgedrückten Schmutz von der Kette gründlich ab. So bleibt die Kette einsatzfähig, ohne dass sie erneut Schmutz aufnimmt. Bei offen liegenden Ketten kann ein Spritzschutzlappen, der das vordere Schutzblech nach unten verlängert, die Kette vor Straßenschmutz schützen. Daneben können auch andere bewegliche Teile wie die Gelenke von Schaltwerken einen Tropfen Öl im Winter gut vertragen.

 

Infostand des ADFC Schleswig-Holstein

Der ADFC Schleswig-Holstein bietet die Möglichkeit, einen Beleuchtungscheck machen zu lassen. Dazu wurde ein Infostand zum Thema Beleuchtung und Winterreifen eingerichtet und ein Flyer herausgegeben. Jürgen Hentschke tourt noch bis Ende März mit dem Infostand durch Schleswig-Holstein. Gefördert wird die Aktion von BINGO! Die Umweltlotterie. Wer wissen möchte, wann der Infostand wo zu besuchen ist, frage bitte bei der ADFC-Lan- desgeschäftsstelle nach: info@adfc-sh.de Wei- tere Tipps zum Radfahren im Winter gibt es auf www.adfc.de/winter.

ADFC-SH/kh

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