01.04.2011 von PETT MAN SÜLM! Redaktion

Schildbürgerstreich

Ich stehe an dem Schild Nr. 1 und will gerade – wie befohlen – die Straße wechseln. Da sehe ich plötzlich 30 m weiter das blaue Schild „Radweg“ (Nr. 2). Aha, denke ich, der Radweg geht doch weiter. Vorbei am blauen Schild stehe ich plötzlich vor dem nächsten Bauzaun (Nr. 3). Es ist ein Zwilling von Nr. 1, wieder mit dem Schild: „An der Ampel Straßenseite wechseln“. Als braver Bürger fahre ich wieder zurück ... 

Ich stehe an dem Schild Nr. 1 und will gerade – wie befohlen – die Straße wechseln. Da sehe ich plötzlich 30 m weiter das blaue Schild „Radweg“ (Nr. 2). Aha, denke ich, der Radweg geht doch weiter. Vorbei am blauen Schild stehe ich plötzlich vor dem nächsten Bauzaun (Nr. 3). Es ist ein Zwilling von Nr. 1, wieder mit dem Schild: „An der Ampel Straßenseite wechseln“. Als braver Bürger fahre ich wieder zurück und wechsele vor Schild 1 die Straße. Bis hierher alles klar? Auf der anderen Straßenseite ist allerdings Radfahrverbot. Soll ich nun doch lieber wieder nach rechts wechseln oder verzichte ich ganz auf mein Bürgerrecht, diese Straße zu befahren? Ich schreibe an die Stadtverwaltung. Nach der dritten Mail an die Stadt erlöst mich ein Staatsdiener aus meiner Gewissensqual und stellt auf der linken Straßenseite extra für mich ein schönes, neues blaues Schild auf: „Radfahren erlaubt“.

(Rolf Jungbluth aus Schilda – bisher Norderstedt)

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