08.10.2013 von Rainer Aichele

Ostseeküstenradweg endlich „Frei für Radverkehr“

Die wenigsten Radler mögen bemerkt haben, dass der Ostseeküstenradweg in seiner kompletten Länge gar nicht für den Fahrradverkehr freigegeben war. Verkehrszeichen wie „Gesperrt für Fahrzeuge aller Art“ (Zeichen 250) verboten es bisher auf etlichen Abschnitten, den ausgewiesenen Radfernweg mit dem Fahrrad zu benutzen. Das hat sich nun geändert - zumindest im Kreis Ostholstein.

Nahezu völlig im Stillen - also ohne Prominenz mit Sonntagsreden und ohne Blasmusik - vollzog sich die Freigabe des Ostseeküstenradweges für den Radverkehr in Kellenhusen sowie bei Seekamp in der Gemeinde Neukirchen. Es wurden auch keine blau-weiß-roten Bänder durchgeschnitten, sondern lediglich Verkehrszeichen ausgewechselt oder ergänzt. Nach der reinen Lehre der Straßenverkehrsordnung war der Ostseeküstenradweg mutmaßlich seit seiner Eröffnung im Jahr 1995 in nördlicher Fahrtrichtung allein in Kellenhusen an drei Stellen faktisch für den Radverkehr gesperrt. Gleiches galt bei Seekamp, wo nach dem Queren des dortigen Bahnübergangs der Radverkehr auf einen Feldweg parallel zur Bahntrasse Richtung Fehmarn verwiesen wird. 

Nun im zweiten Jahrzehnt des 21. Jahrhundert angekommen, erfolgte vor wenigen Wochen die Freigabe für den Radverkehr. Dazu mussten lediglich die seitherigen Zeichen 250 „Gesperrt für Fahrzeuge aller Art“ durch die Zeichen 260 „Gesperrt für Kraftfahrzeuge“ ersetzt werden. Auf der Gemarkung Neukirchen hätte ein neues Zeichen 260 einen besseren Eindruck gemacht, doch fand man im Bauhof immerhin das Zusatzzeichen „Radfahrer frei“ und montierte dies.

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