27.07.2011 von PETT MAN SÜLM! Redaktion

Mit der ERA gegen schikanöse Umlaufsperren (Leserbrief von Rolf Jungbluth)

Leserbrief zum Artikel "Umlaufsperren - Sicherheitsgewinn oder Schikane?" (PMS 03/2011)

Liebe Radlerschikanen-Bekämpfer,

als Mitglied der städtischen Arbeitsgruppe Radverkehr wurde mir als Meckerer auch schon mal gedroht, man könne ja auch eine Umlaufsperre nach Bahn-Vorschriften bauen. Ein andermal wurde mir gedroht, auf die Mitte des Radweges an unbeleuchteter Stelle einen großen Stein zu legen, so lange bis die neue schöne Umlaufsperre fertig gebaut ist.

Ihr schreibt: "Da es keine rechtlich zwingenden Vorschriften (...) gibt(...)"
Ganz so wehrlos sind Radfahrer aber nicht. Die ERA 2010 (ERA: Empfehlungen für Radverkehrsanlagen; Anm. d. Red.) sagt auf Seite 80/81 einiges über Umlaufsperren, z. B. Mindest-abstand 1,50 m, und weiter heißt es "..eine Überlappung der Gitter darf dabei nicht auftreten". Eine rot/weiße leuchtende Markierung ist vorgeschrieben. Den schlimmsten Auswüchsen Fahrrad feindlicher Staatsdiener kann man damit durchaus begegnen und kann ihnen auch sagen, dass die ERA keine harmlose "Empfehlung" ist, sondern technischer Standard, von denen sie nur abweichen dürfen, wenn dies begründbar ist. Die Verwaltungsvorschriften verweisen ausdrücklich auf die ERA und geben ihr damit quasi Gesetzeskraft.

Konsens ist inzwischen auch, dass Radfahrer nicht  absteigen müssen und dass Fahrräder mit Anhängern sowie  FahrerInnen von Behinderten-Dreirädern die Möglichkeit haben müssen, diese fahrender weise zu passieren.

Rolf Jungbluth

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