01.03.2010 von PETT MAN SÜLM! Redaktion

Mehr als eine Vermutung – der Fahrrad-Verkehr wird wachsen

Das Nachstehende passt mit Sicherheit nicht in manche Wirtschafts- oder Politikkonzepte. Auch Verkehrs- oder sonstige Sachverständige werden mit „passend“ gemachten Gutachten nicht alle Fakten aus der Welt schaffen.

Das Nachstehende passt mit Sicherheit nicht in manche Wirtschafts- oder Politikkonzepte. Auch Verkehrs- oder sonstige Sachverständige werden mit „passend“ gemachten Gutachten nicht alle Fakten aus der Welt schaffen.

Nach Lage der Dinge im 1. Quartal 2010 müssen wir uns damit vertraut machen, dass es für den deutschen Normalbürger in Zukunft wirtschaftlich nicht mehr ganz so toll aussehen wird. Es wird an Löhnen bis zur Sittenwidrigkeit gespart, da werden „liberale“ Konzepte einer „neuen“ (für niemanden besseren) Krankenversicherung in die Welt gesetzt, es werden Renten zwar nicht gekürzt aber durch Belastungen verschiedener Arten netto reduziert. Die Energiekosten werden steigen, die Nahrungsmittel werden sicher nicht billiger, dazu kommen (hoffentlich nicht) Kurzarbeit, Arbeitslosigkeit, usw. Verfügbares Geld für Konsum und Mobilität außerhalb des Lebensnotwendigen wird knapp. Entsprechend wird auch der gewerbliche Mittelstand durch Auftragsmangel erhebliche Einbußen eventuell bis zur Aufgabe erleiden.

Die Mobilität wird sich verändern. Der Bestand an PKW und die Nutzungshäufigkeit werden aus Kostengründen (laut ADAC für 2008 mindestens 350 Euro/Monat) ihren Höchststand bald erreicht haben. Das Elektro-Auto ist nur bedingt eine Alternative. Besonders wegen der teuren, schnell verbrauchten und randvoll mit Schadstoffen belasteten Akkumulatoren.

Der Fahrradverkehr wird zwangsweise immer größer. Wir als Teilnehmer dürfen der Rücksichtslosigkeit, der Nachlässigkeit und der Gedankenlosigkeit keinen Raum mehr lassen. Die Planer von Verkehrswegen müssen sich darauf einstellen, neuen und anderen Anforderungen gerecht zu werden.Deutlichen Zuwachs wird es im Orts- und Nachbarortsverkehr mit Fahrrädern geben. Kleinkariertes Flicken und Alibi-Maßnahmen an Radverkehrsanlagen dürfen nicht mehr vorkommen. Großzügige Fahrradwege und sichere, ausreichend große Abstellanlagen werden unverzichtbar.Und wenn das eine oder andere Negative nicht eintritt, atmen wir durch. Mit einer vielleicht schon nicht mehr so abgashaltigen Luft.

(Georg Krüger)

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