01.03.2015 von Michael Jaekel

Mängelradtour in Mölln

Zum Begrüßungsfoto schien noch die Sonne, doch dann strömte der Regen. Trotzdem kamen am Sonntag, 7. September, etwa 30 Radlerinnen und Radler zur ersten „Mängelradtour“, die von Mölln nach Ratzeburg führen sollte. Eingeladen hatte die Ortsgruppe Mölln und Umgebung des ADFC. Mit dabei war auch Möllns Bürgermeister Jan Wiegels, selbst langjähriges ADFC-Mitglied. In Ratzeburg wurde die Gruppe von Bürgervorsteher Ottfried Feußner empfangen, um über die Anliegen der Radfahrer zu sprechen.

Die Tour führte dort entlang, wo nach Meinung des ADFC die Mängel am größten sind und der dringendste Handlungsbedarf besteht:

Zunächst fuhren die Radler in Mölln durch die Innenstadt über die Hauptstraße. „Zu viele Autos und zu schnell“, so war die einhellige Meinung. Als Alternative zum Rubbelpflaster wurde die Verlegung eines leiseren und radfreundlichen Pflasters angeregt - glatt und ohne Fugen, so wie es ihn im Bereich an der Wassertorbrücke schon gibt.

Ein besonderes Problem ist nach Meinung von Michael Jaekel, Sprecher des örtlichen ADFC, die Kreuzung am Bauhof: „Man kann nicht mit dem Rad sicher und legal entlang der Hauptstraße fahren, weil am Ende des sogenannten Parksacks die Rad- fahrer vergessen wurden.“ Am Sonntag half die Polizei den Radlern über die Kreuzung, für die Zukunft stellte Bürgermeister Jan Wiegels ei- nen Kreisverkehr in Aussicht.

Die nächste Etappe führte von Mölln auf der Landstraße nach Schmilau. Dank Polizeibegleitung konnten auf der Demo selbst Familien mit Kindern dort sicher fahren, wo sonst das Radfahren zu gefährlich ist. „Hier brauchen wir ei- nen alltagstauglichen Radweg. Waldwege sind nur schön bei gutem Wetter und in der Frei- zeit“, so Michael Jaekel. Nach einer Einkehr am Erlebnisbahnhof Schmilau genossen die Radler das nun bessere Wetter und den neuen Radweg nach Ratzeburg.

In Ratzeburg erkundeten die Radler eine mögliche Veloroute, die abseits des Autoverkehrs auf einem eigenen Weg durch die ganze Stadt verläuft, und das bei minimalen Steigungen. In Mölln ist eine solche Veloroute schon in Planung entlang der ehemaligen Hein Hollenbek Bahntrasse. In Ratzeburg würde sich die ehemalige Kleinbahntrasse anbieten: Von Ziethen über den Kleinbahndamm, den Kurpark, bis zum Bahnhof und gegebenenfalls weiter zum Barkenkamp.

Der ADFC will sich nun mit diesen Anliegen gezielt an die Politikerinnen und Politiker wenden.

Michael Jaekel

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