01.10.2011 von Frank Spatzier

Leckere Lollis aus Lübeck

Doch wenn wir schon noch ein paar Jährchen mit den „blauen Lollis“ leben müssen, dann sehen wir es mit Freude, wenn sie ausnahmsweise mal klug aufgestellt werden. Wenn sie Radfahrerinnen und Radfahrer also nicht auf schmale, kaputte oder zugewachsene Radstreifen zwingen wollen, während auf der Fahrbahn nebenan genug Platz für alle ist. 


Denn manchmal geht es auch anders, wie das positive Beispiel Lübeck zeigt: Hier wurden an mehreren Straßen neue Fahrradspuren angelegt. Und zwar so konsequent, dass man ihnen sogar KFZ-Spuren geopfert hat. In der Kanalstraße etwa quälten sich bis vor Kurzem noch Radfahrer und Fußgänger auf einem gemeinsamen Geh- und Radweg aneinander vorbei. Dabei kam es besonders vor den Eingängen größerer Geschäfte zu brenzligen Situationen.

Jetzt sorgen die Radspuren auf der Fahrbahn für ein sicheres Vorwärtskommen. Radfahrer und Fußgänger profitieren, während sich Autofahrer nun mit zwei Spuren weniger zufrieden geben muss. Das können sie aber locker verschmerzen. Ab und an schmecken „blaue Lollis“ eben doch ganz lecker. Auch dann, wenn sie bald Aussterben werden...


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