26.05.2016 von Frank Spatzier

Kleine Straßen - große Gefahren

Rasen auf engen Straßen kann schnell gefährlich werden

Mit dem Frühjahr beginnt für viele wieder die Zeit der regelmäßigen Radtouren. Raus ins Grüne, lautet dann die Devise, und das am besten auf kleinen. lauschigen Nebenstraßen. Doch die haben es mitunter in sich. Trotz schmaler Fahrbahnen vermindern viele Autofahrer ihr Tempo nicht, wenn sich gleichzeitig Radfahrer auf der Straße befinden.

Besonders schlimm wird es, wenn die Fahrbahn beidseitig mit Geröllstreifen begrenzt ist. Diese dienen dem Ausweichen beim Überholen oder bei Gegenverkehr. Allerdings werden sie von vielen Autofahrern kaum benutzt. Dann kann es passieren, dass entgegenkommende Autos mit hohem Tempo heranrauschen, obwohl nur ein knapper Meter Abstand zum Fahrrad besteht. 

 

Es scheint, als riskierten viele Fahrzeuglenker eher Gesundheit und Leben von Radfahrern, bevor sie ihr Tempo reduzieren oder gar auf einen Geröllstreifen ausweichen (denn dort könnte der Lack schließlich staubig werden…). 

 

Was hier also Not tut, sind Tempolimits, die an die Enge der lauschigen Nebenstraßen angepasst sind. Selbst Tempo 70 ist in den meisten Fällen viel zu schnell und gefährlich. Und damit die Limits auch eingehalten werden, sollten Kontrollen wieder zur Regel statt zur Ausnahme werden.

 

Aber keine Bange, es gibt auch viele rücksichtsvolle Autofahrer, die bei Radverkehr auf der Fahrbahn behutsam das Tempo reduzieren und ausweichen. Denn nur mit gegenseitiger Rücksichtnahme und Verständnis für Situation des jeweils anderen wird das Miteinander im Verkehr für alle ein Gewinn.

 

Und mal ehrlich: Wer mit Tempo 100 über kleine Nebenstraßen kachelt, hat nur Streß und bekommt nicht einmal etwas von der schönen Landschaft mit…

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