21.07.2014 von Rainer Aichele

Grömitz ist (fast) frei von Umlaufsperren!

Steter Tropfen höhlt den Stein oder die Hoffnung stirbt zuletzt. Letztlich dauerte es nur wenige Wochen und nahezu sämtliche Umlaufsperren in Grömitz und seinen Teilorten waren Vergangenheit. 

Zunächst führte die Lobbyarbeit des ADFC-Ansprechpartners vor Ort im Februar zu einem Antrag der SPD-Fraktion in der Gemeindevertretung und dieser wiederum zu einem Beschluss des gesamten Gremiums: Die Verwaltung wurde beauftragt, sämtliche Umlaufsperren zu erfassen und auf die jeweilige Notwendigkeit zu überprüfen. Die Erfassung übernahm auf Bitten von Bürgermeister Mark Burmeister der ADFC. Danach erfolgte die Überprüfung im März durch das Ordnungsamt mit der örtlichen Polizei.

 

Inzwischen wurden 14 Sperren entfernt und Grömitz ist (fast) frei von Umlaufsperren. Leider blieben zwei sog. Gesslerhüte (nachzulesen bei „Wilhelm Tell“) stehen. Eine Sperre wurde seitens der Straßenbauverwaltung einem Grundstücks-eigentümer zugesichert, da dieser sonst keine Fläche für die Anlage eines Geh- und Radweges entlang einer Kreisstraße veräußert hätte. Eigentlich ein sittenwidriges Verlangen, oder nicht?

 

Mit einer weiteren Sperre am Beginn bzw. Ende eines Geh- und Radweges in der Ortslage von Grömitz wird sich in absehbarer Zeit nochmals die Verkehrsaufsicht unter Beteiligung der ADFC-Vertreter befassen und sicher eine Lösung ohne Umlaufsperre finden. 

 

Die Diskussion über die Umlaufsperren und deren rasche Beseitigung animierte den  Bürgermeister zum Vorschlag, eine Arbeitsgruppe könnte ein Radverkehrskonzept für das größte Ostseebad des Landes erarbeiten. Da wäre es natürlich hilfreich, wenn es im Lande bereits eine Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen gäbe. So aber darf und muss auch hier der ADFC vor Ort seine Fachkenntnis und Erfahrung einbringen. Das ist auch deshalb nötig, weil Grömitz ein weiteres sog. Alleinstellungsmerkmal „verteidigt“ – es wehrt sich vehement gegen die Öffnung von Einbahnstraßen für den Radverkehr in Gegenrichtung.

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