01.04.2011 von PETT MAN SÜLM! Redaktion

Die Zyklopen sind unter uns

Ich meine hier nicht so einen Zyklopen, wie ich ihn als Kind bei „Sindbad, dem Seefahrer“ kennengelernt hatte, sondern die vielen „einäugigen“ PKW, die mittlerweile nur noch mit einem und dann auch noch auf der rechten Seite befindlichen Rückfahrscheinwerfer ausgestattet sind, obwohl die Vorgängermodelle noch zwei Rückfahrscheinwerfer hatten. Dass es sich dabei nicht nur um ein Autothema, sondern auch um ...

IIch meine hier nicht so einen Zyklopen, wie ich ihn als Kind bei „Sindbad, dem Seefahrer“ kennengelernt hatte, sondern die vielen „einäugigen“ PKW, die mittlerweile nur noch mit einem und dann auch noch auf der rechten Seite befindlichen Rückfahrscheinwerfer ausgestattet sind, obwohl die Vorgängermodelle noch zwei Rückfahrscheinwerfer hatten. Dass es sich dabei nicht nur um ein Autothema, sondern auch um ein Radfahrerthema handelt, zeigen die beiden Beispiele. Ich bin jemand, der Bescheid sagt, wenn ein Bremslicht usw. nicht funktioniert. In diesem Fall war es ein VW Golf 5, bei dem nur rechts ein Rückfahrscheinwerfer leuchtete. Ich sagte das der Fahrerin, die mir antwortete, dass sich links kein Rückfahrscheinwerfer befinde, da dort die Nebelschlussleuchte sei. Das war für mich überraschend, da doch der VW Golf mit Ausnahme einiger Modelle in den 70er Jahren zuvor zwei Rückfahrscheinwerfer hatte. Leider fiel mir der fehlende (eingesparte) linke Rückfahrscheinwerfer dann auch bei anderen PKWs, z.B. einem VW Passat der Polizei, vermehrt auf. Auf meine Anfrage machte VW Design-Gründe für den fehlenden linken Rückfahrscheinwerfer verantwortlich. Der ADAC teilte mir mit, dass nur ein Rückfahrscheinwerfer vorgeschrieben sei. Da ich der Meinung bin, dass das einer zu wenig ist, habe ich das dem Deutschen Verkehrsgerichtstag als Arbeitskreis-Thema sowie dem ADFC-Bundesverband und der „Radwelt“ anhand der folgenden zwei Beispiele als änderungsnotwendig mitgeteilt – leider bisher ohne Erfolg.
  1. Parkstreifen zwischen Rad- und Fuß-weg, PKWs parken parallel zur Fahrbahn. Wenn sich hier ein Radfahrer nähert, kann er nicht erkennen, dass ein zwischen anderen PKWs stehender PKW rückwärts fährt, da der Rückfahrscheinwerfer auf der Fußwegseite ist.
  2. Parkstreifen zwischen Rad- und Fußweg, PKWs parken im 45-Grad-Winkel zur Fahrbahn. Wenn sich hier ein Radfahrer nähert, kann er nicht erkennen, dass ein zwischen anderen PKWs stehender PKW rückwärts fährt, da der Rückfahrscheinwerfer vom linken hinteren Kotflügel des davor parkenden PKWs verdeckt wird.
Diese beiden Gefahrenquellen müssen ausgeschlossen werden, denn der Rückfahrscheinwerfer soll in erster Linie den Zweck erfüllen, anderen Verkehrsteilnehmern das Rückwärtsfahren anzuzeigen. Und sollte der einzige Rückfahrscheinwerfer einmal ausfallen, sieht es ganz schön dunkel aus. Übrigens: Der Ende 2010 vorgestellte neue Passat B7 verfügt wieder über zwei Rückfahrscheinwerfer. Vielleicht hat auch meine Anfrage bei VW an dieser erfreulichen Änderung mitgewirkt.

(Stefan Höfel)

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