01.04.2011 von PETT MAN SÜLM! Redaktion

Die „Alte Salzstraße“ –

erster zertifizierter Radfernweg in Schleswig-Holstein

Die touristische Hauptschlagader des Herzogtums Lauenburg ist jetzt eine Qualitätsradroute: Die „Alte Salzstraße“ konnte bei einer strengen Bereisung und Überprüfung durch den ADFC auf Anhieb drei von fünf möglichen Sternen in der Gesamtwertung erreichen. Damit ist die „Alte Salzstraße“ Schleswig-Holsteins erster zertifizierter Radfernweg. Besonders die touristische Infrastruktur, die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr sowie die Vermarktung des Radfernweges überzeugten die Prüfer – sie gaben für diese Bereiche jeweils fünf Sterne.

Der Radfernweg „Alte Salzstraße“ folgt auf 100 Kilometern den Spuren des einst als Gewürz und Konservierungsmittel so kostbaren Salzes. Er führt von Lüneburg, wo sich die Saline befand, bis in die Hansestadt Lübeck, von wo „das weiße Gold“ in den gesamten Ostseeraum verschifft wurde. Der mittelalterliche Handelsweg folgt dem Elbe-Lübeck-Kanal quer durch das Herzogtum Lauenburg. Historische Schleusen, alte Feldsteinkirchen und romantische Dörfer liegen am Wegesrand. Die Palmschleuse in Lauenburg ist Europas älteste erhaltene Kammerschleuse. In Büchendorf lädt die „Priesterkate“ ein, mehr über die Geschichte der „nassen Salzstraße“, dem Vorgänger des Elbe-Lübeck-Kanals, zu erfahren. Neben der romantischen Schifferstadt Lauenburg mit ihren hübschen Fachwerkbauten und dem Blick auf die Elbe sind auch die Eulenspiegelstadt Mölln und – mit einem kurzen Abstecher – die idyllische Insel- und Domstadt Ratzeburg einen Besuch wert. Zu entdecken gibt es außerdem das Schiffshebewerk Scharnebeck und die historische Drahtseilfähre in Siebeneichen. Weitere Höhepunkte sind der Besuch des mächtigen Ratzeburger Doms, den einst Heinrich der Löwe erbauen ließ, mit anschließendem Orgelkonzert und der „KulturSommer am Kanal“, der vom 25. Juni bis zum 25. Juli 2011 zu einer kulturellen Entdeckungsreise durch die Region einlädt. Die östliche Alternativroute des Radfernweges durch den Naturpark Lauenburgische Seen ist eine abwechslungsreiche Erweiterung der Strecke. Beide Routen wurden durch den ADFC nach zehn Kriterien bewertet. Die gute Ausstattung mit Beherbergung und Gastronomie, die parallele Bahnanbindung zwischen Lüneburg und Lübeck sowie die aktive Vermarktung des Radfernweges mit Pauschalangeboten, Informationsmaterial, Leihrädern usw. konnten der „Alten Salzstraße“ in drei Kriterien fünf Sterne einbringen. Positiv hervorgehoben wurden auch die verkehrsfreie Streckenführung entlang des Elbe-Lübeck-Kanals sowie die attraktive Routenführung. Der Radweg ist komplett mit dem „Alte Salzstraße“-Logo beschildert. Die Strecke hat einen niedrigen Schwierigkeitsgrad und ist für Anfänger, Freizeitfahrer sowie für Familien mit Kindern geeignet.Das Qualitätssiegel des ADFC nutzt die Herzogtum Lauenburg Marketing und Service GmbH (HLMS), um die „Alte Salzstraße“ noch intensiver zu bewerben und bekannter zu machen. So finden Radfahrer die Route auch im Portal des ADFC als zertifizierte Qualitätsroute (www.adfc.de / www.adfc-tourenportal.de). Näheres auch unter www.hlms.de oder Tel. 04542-856860.

Übrigens: Es warten noch viele weitere Radwege auf ihre Zertifizierung durch den ADFC. In diesem Zusammenhang sucht der Landesverband Schleswig-Holstein Interessierte, die sich zu Erfassern für die Zertifizierung schulen lassen möchten. Wer neugierig geworden ist, kann weitere Informationen durch die Landesgeschäftsstelle erhalten.

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