16.11.2015 von Frank Spatzier

Der Winter naht - jetzt schon an Reifen mit Spikes denken!

Besser schon im Herbst besorgen: Spikereifen

Noch herrscht der Herbst mit eher milden Temperaturen und Schietwetter. Vor der Tür steht allerdings schon der Winter, und der hat für Radfahrerinnen und Radfahrer oft nichts Gutes im Gepäck. Doch mit der richtigen Ausrüstung lässt sich auch bei Schnee und Eis bestens Radeln. Spikereifen helfen dabei. 

Keine Frage, der Winter ist die unbeliebteste Jahreszeit bei Radfahrerinnen und Radfahrern. Wenn Eis und Schnee Straßen und Radwege in gefährliche Rutschbahnen verwandeln und die Kälte Frostbeulen verursacht, ist Radfahren nicht unbedingt die angenehmste Mobilitätsform.

Doch keine Bange, auch im schlimmsten Winter muss das Fahrrad nicht eingemottet werden. Denn gegen die Rutschpartie auf glatten Fahrbahnen helfen Spikereifen. Und da immer mehr Menschen rund ums Jahr auf dem Rad unterwegs sind, sind sie mittlerweile auch keine Exoten mehr. Man bekommt sie problemlos beim Fachhandel - und das zu durchaus erschwinglichen Preisen (20 bis 50 Euro). Wer übrigens nur einen Spikereifen aufziehen möchte, sollte das am besten am Vorderrad tun. 

Wichtig ist, Spikereifen frühzeitig zu kaufen, idealerweise im frühen Herbst. Denn erstens führen dann keine Nachfragehochs zu Lieferengpässen. Und zweitens wollen Spikereifen auf trockenem Asphalt 40 bis 50 Kilometer eingefahren werden, bevor es auf die gefrorene Rutschbahn geht. Dadurch setzen und stabilisieren sich die Spikes.

Es ist übrigens normal, dass Spikereifen ihre Nägelchen verlieren. Die Frage ist nur, wie viele sich von ihnen während einer Saison verabschieden. Der Spikeausfall ist dabei abhängig vom Fahrstil: Wer gerne schnell beschleunigt und bremst, wird in aller Regel mehr zur Ader gelassen, als besonnene Pedalisten. Gute Hersteller versenden meist Ersatzspikes, die man per Zange in den Mantel reimplantieren kann.

Leider gibt es die winterliche Bodenhaftung auch in technischer Hinsicht nicht umsonst. Da wäre zum einen das lästige Laufgeräusch, das die vielen Metallnägelchen auf dem Asphalt erzeugen und den Spikefahrer schnell als solchen entlarvt. Zum anderen ist man mit höherem Rollwiderstand unterwegs. Und auch ist der Pannenschutz meist nicht der allerbeste.

Wer für den kommenden Winter auf Nummer sicher gehen möchte, sollte also unbedingt Spikereifen auf seinen Wunschzettel schreiben. Aber nicht den für Nikolaus oder Chrsitkind, denn dann könnte der Winter schon zugeschlagen haben...    

Der Schwalbe Marathon Winter hat bisher sehr gute Dienste geleistet

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